The Follow Up to the Kick and Jump Jōseki
Ein Jōseki (定石, wörtlich ‘festgelegte Steine’) ist eine definierte Sequenz, die eine lokale Situation für beide Seiten zufriedenstellend regelt.
Beim Lernen von Jōseki ergeben sich eine Reihe von Herausforderungen.
- Es gibt viele Jōseki und zu jedem davon existieren viele Variationen. Auch um nur eine beschränkte Zahl davon zu lernen, brauchst du viel Zeit.
- Die Frage, ob ein bestimmtes Jōseki gespielt werden sollte, ist immer vom Kontext abhängig. Ein für beide Seiten fairer Ausgang ist darum nicht unbedingt gegeben. Einige Jōseki lassen sich nur in Profit umwandeln, wenn in der gegenüberliegenden Ecke bereits eine starke Position steht, andere setzen das funktionieren einer Treppe voraus. Deshalb muss immer das ganze Brett berücksichtigt werden.
- Und schliesslich wirst du beginnen, dich auf dein Wissen zu verlassen anstatt auf deine situtative Analyse. Dies ist der Grund für das Sprichwort «lerne Jōseki und werde zwei Steine schwächer».
Dies ist der Grund, warum Jōseki lernen keine Priorität sein sollte, bevor du 5 kyu erreicht hast.
Das ‘kick and jump’ Jōseki wird jedoch in praktisch jedem Spiel mit sechs oder mehr Handicap-Steinen gespielt. Oft gibt es im gleichen Spiel sogar mehrere Möglichkeiten, es anzuwenden. AI hat gezeigt, dass es sogar in Partien ohne Handicap gespielt weren kann. Du kannst also davon ausgehen, dass es sich lohnt, es zu lernen.
Die Sequenz an sich ist simpel und die möglichen Fortsetzungen verhältnismässig einfach zu verstehen. In letzter Zeit scheint mir, als erkärte ich sie jeden Mittwochabend. Darum habe ich mich entschieden, eine Übersicht über die wichtigsten Variationen zu veröffentlichen.